Abstand, Ladung, Ruhezeiten

Polizei kontrolliert verstärkt LkW
Mittwoch, 12. Februar 2020

Für LkW- und Busfahrer ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie in dieser Woche mal von der Polizei angehalten werden, größer als sonst. Auf den Autobahnen kontrolliert die Polizei aktuell verstärkt. Sie will so Unfällen vorbeugen.

SAW-Reporter Max Altstadt hat die Polizei bei den Kontrollen auf dem Parkplatz Kliekener Aue an der A9 begleitet.

Als erstes zu hören ist ein Funkspruch: "Ein blauer Scania ist gerade bei Coswig zu dicht aufgefahren - auf der Lastspur und beim Überholen." Das hört Carsten Haak von der Polizei und der schickt seine Kollegen in die Spur. Lotsen setzen sich vor den LkW und bringen ihn auf den Parkplatz.

Die Überprüfung beginnt klassisch mit der Ausweiskontrolle - Führerschein, Auftrag der Spedition und die Unterlagen zur Ladung werden gecheckt.

Danach ist die Ladung dran. Die Polizisten überprüfen ob alles ordnungsgemäßgesichert ist. Bei einem LkW-Fahrer aus Lettland gibt es keine Probleme. Die 900 Holzpalletten sind alle mit Spanngurten gesichert.

Aber da ist ja immer noch das Problem, daß der Fahrer den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hat. Und das kostet in Deutschland 110 Euro. Viele der Fahrer verstehen keine Deutsch. Mit Händen, Füßen und seinen Russischkenntnissen aus der Schule versucht Carsten Haak dem Fahrer klar zu machen, daß er jetzt zahlen muss. Begeisterung sieht anders aus...

Nach einem kurzen Telefonat mit seinem Chef zahlt der Fahrer die strafe elektronisch. Bei der Polizei kann man inzwischen auch mit Karte zahlen. Eine Quittung gibts noch un der Fahrer kann weiter.

Ziel der Polizei ist es mit solchen Kontrollen die Zahl der Toten und Schwerverletzten bei Unfällen zu reduzieren. 

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