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1.500 Jahre alte Maya-Figur

Unfassbare Geschichte in der Altmark

Mann in Frankreich, Haus in Klötze und ein Geheimnis im Keller
Dienstag, 11. Mai 2021

Ein 66-jähriger Mann aus Frankreich ruft bei der Polizei an und zeigt sich selbst an. Angeblich hätte er in Klötze im Keller seines alten Bauernhauses zwei Gewehre vergraben, bevor er weggezogen ist. Die Polizei zog los: Was dann folgt, ist wohl einer der spektakulärsten Kriminal-Fälle der letzten Jahre, der auch in Mexiko für Aufregung sorgt. 

Denn wie sich herausstellt, um die Waffen ging es nicht, die waren schon völlig verrostet. Aber der Mann hatte daneben noch eine Kunststofftonne vergraben. Wohl um 2007, zumindest lassen Zeitungen und ein Quellekatalog darauf schließen. In dieser Tonne – und davon hatte er nichts erzählt – haben die Ermittler 13 handgemachte Tonfiguren gefunden. Die stammen wohl aus Mittelamerika und sind laut Experten 1500 Jahre alt. Vermutlich haben sie mal reichen Maya gehört. Der „Marktwert“ liegt wohl
ungefähr im sechsstelligen Bereich, aber solche Figuren gehören natürlich ins Museum.

Der Mann hat die Figuren wahrscheinlich im Urlaub gekauft. Es gibt immer wieder Raubgrabungen in den alten Mayagebieten und da wird wohl jemand diese Figuren mitgenommen und auf dem Schwarzmarkt verkauft haben - so die Vermutung des Experten. Ein Indiz dafür ist, dass eine der Figuren eine Fälschung ist. Über die genaue Geschichte der Figuren wird der Mann jetzt aber noch befragt. 

Er muss übrigens keine Strafe fürchten, weil die Waffen-Straftat verjährt ist. Und das Gesetz, das ihn für die auf dem Schwarzmarkt erworbenen Figuren bestrafen könnte, existierte zum Zeitpunkt des Kaufes noch nicht. Die Figuren gehen übrigens Ende des Monats zurück in ihre Heimat - nach Mexiko und Guatemala.