Die Inzidenzzahlen der letzten 5 Tage

 

  • Notbremse: Überschreitet ein Landkreis die Inzidenz von 100 drei Werktage in Folge, greift die Bundesnotbremse. Auch für das Springen in noch schärfere Maßnahmen gilt: drei Werktage in Folge Ü150 oder Ü165 und der Landkreis kommt in die nächsthärtere Stufe. 
    • Lockerungen: Unterschreitet ein Landkreis die Inzidenz von 100 fünf Werktage in Folge, greifen die Landesverordnungen wieder und man ist raus aus der Bundesnotbremse. Auch um aus den härteren Maßnahmen raus zu kommen, gilt: fünf Werktagen in Folge unter 150 oder 165 und der Landkreis rutscht zurück in die vorherige Stufe. 
    • Wichtig: Nachdem der Schwellenwert lang genug überschritten oder unterschritten wurde, gibt es eine kurze Übergangsphase, damit sich alle auf die neue Situation einstellen können. Diese kann 1 oder 2 Tage dauern.

    7-Tage-Inzidenzen der letzten 5 Tage

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    Die aktuelle Verordnung im Überblick

    • Nach drei Tagen mit einer Inzidenz von über 35 in einem Landkreis gilt die 3G-Regel in vielen Bereichen, aber:
      • Keine automatische Verschärfung der Testpflicht
      • In jedem Einzelfall bewerten Landkreis und Gesundheitsministerium die Lage anhand von Faktoren, wie etwa stark lokalen Ausbrüchen, Impfquote, Auslastung der Intensivstation. Dann werden die Maßnahmen entschieden. Landräte und die Oberbürgermeister von Halle, Magdeburg und Dessau haben das letzte Wort
      • Wo laut Bund-Länder-Einigung ein Negativtest zur Pflicht werden kann:
        • Zugang als Besucher zu Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe 
        • Zugang zur Innengastronomie 
        • Teilnahme an Veranstaltungen und Festen (z.B. Informations-, Kultur- oder Sportveranstaltungen) in Innenräumen 
        • Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (z. B. Friseur, Kosmetik, Körperpflege) (neu)
        • Sport im Innenbereich (z.B. in Fitness-Studios, Schwimmbädern oder Sporthallen) 
        • Beherbergung: Test bei Anreise und zwei Mal pro Woche während des Aufenthalts 
    • Die 10qm-Regel entfällt dort, wo 3-G gilt. Heißt: etwa in Ausstellungen oder bei Konzerten muss nicht für jeden Zuschauer ein Platz von 10 Quadratmetern bereitgestellt werden, es können also mehr Besucher an den Veranstaltungen teilnehmen. Beim Einkaufen gilt keine 3-G-Regel, deshalb soll hier weiterhin auf jeden Besucher mindestens 10qm Ladenfläche kommen.
    • Veranstalter dürfen mehr Zuschauer zu Veranstaltungen zulassen, ohne vorher ein Hygienekonzept beim Gesundheitsamt abgestimmt zu haben. Die gleichen Auflagen gelten aber weiterhin. Ebenso wie Gastronomen dürfen sie auch auf eine 2G-Regel zurückgreifen, um deutlich mehr Zuschauer zuzulassen
    • Unabhängig von Inzidenz: Die Schüler werden zwei bis drei Mal wöchentlich getestet. Es gilt weiterhin: wer sich nicht testen lässt, darf nicht auf das Schulgelände und verletzt so die Schulpflicht. Die neue Verordnung weißt nochmal explizit darauf hin, dass dann ein Bußgeld fällig ist.

    Was bei der Inzidenz unter 35 gilt

    Die wichtigsten Passagen der aktuellen Verordnung:

     

    Kultur

    Unterschreitet die Sieben-Tages-Inzidenz einen Wert von 35 am Austragungsort, darf mit Genehmigung der zuständigen Gesundheitsbehörde bei Angeboten nach Absatz 3 die Personenbegrenzung überschritten werden, wenn über die Maßgaben des Absatzes 3 hinaus folgende zusätzliche Schutzmaßnahmen sichergestellt werden:

    1) Die zulässige Zuschauerzahl ist für die Veranstaltungsstätte anhand der jeweiligen örtlichen Kapazitäten (Sanitäranlagen, Gastronomie, öffentlicher Personennahverkehr, Individualverkehr) festzulegen, wobei bei mehr als 5 000 Zuschauern nicht mehr als 50 von Hundert der bei Höchstbelegung der jeweiligen Veranstaltungsstätte zugelassen Zuschauer, insgesamt jedoch höchstens 25 000 Zuschauern, der Zutritt gewährt werden darf,

    2) Erkennbar alkoholisierten Personen wird der Zutritt zur Veranstaltungsstätte verwehrt 

    3) zur Einhaltung des Abstandsgebotes sind zusätzliche örtliche Vorkehrungen, insbesondere eine Entzerrung der Zuschauerströme oder eine Segmentierung bei Ein- und Auslass zu treffen,

    4) sind Steh- oder Sitzplätze vorhanden haben die Zuschauer auf den Verkehrs- und Gemeinschaftsflächen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz im Sinne des § 1 Abs. 2 zu tragen und 5. die Kontaktnachverfolgung ist über die Personalisierung von Tickets zu gewährleisten; sofern nummerierte Sitzplätze genutzt werden, ist zusätzlich die Sitzplatznummer zu erfassen

     

    Generelle Veranstaltungen

    Volksfeste sind untersagt. Von der Untersagung ausgenommen sind, professionell organisierte Veranstaltungen im Freien mit Angeboten, die der Freizeit und Unterhaltung dienen, bei denen sichergestellt ist, dass nicht mehr als 1 000 Besucher gleichzeitig anwesend sind und Personen der Zutritt nur gewährt wird, die ein negatives Testergebnis vorlegen oder durchführen oder von der Testpflicht nach ausgenommen sind. Unterschreitet die Sieben-Tages-Inzidenz einen Wert von 35 am Austragungsort, darf mit Genehmigung der zuständigen Gesundheitsbehörde die 11-Personenbegrenzung nach überschritten werden, wenn folgende zusätzliche Schutzmaßnahmen sichergestellt werden:

    1) die zulässige Zuschauerzahl ist für die Veranstaltungsstätte anhand der jeweiligen örtlichen Kapazitäten (Sanitäranlagen, Gastronomie, öffentlicher Personennahverkehr, Individualverkehr) festzulegen, wobei bei mehr als 5 000 Zuschauern nicht mehr als 50 von Hundert der bei Höchstbelegung der jeweiligen Veranstaltungsstätte zugelassen Zuschauer, insgesamt jedoch höchstens 25 000 Zuschauern, der Zutritt gewährt werden darf,

    2) erkennbar alkoholisierten Personen wird der Zutritt zur Veranstaltungsstätte verwehrt,

    3) zur Einhaltung des Abstandsgebotes sind zusätzliche örtliche Vorkehrungen, insbesondere eine Entzerrung der Zuschauerströme oder eine Segmentierung bei Ein- und Auslass zu treffen,

    4) die Zuschauer haben in geschlossenen Räumen einen medizinischen Mund-NasenSchutz zu tragen und

    5) die Verantwortlichen haben einen Anwesenheitsnachweis zu führen.

     

    Sport

    Unterschreitet die Sieben-Tages-Inzidenz einen Wert von 35 am Austragungsort, darf mit Genehmigung der zuständigen Gesundheitsbehörde bei Sportveranstaltungen die Personenbegrenzung überschritten werden, wenn über die Maßgaben des Absatzes 2 hinaus folgende zusätzliche Schutzmaßnahmen sichergestellt werden:

    1) die zulässige Zuschauerzahl ist für die Sportstätte anhand der jeweiligen örtlichen Kapazitäten (Sanitäranlagen, Gastronomie, öffentlicher Personennahverkehr, Individualverkehr) festzulegen, wobei bei mehr als 5 000 Zuschauern nicht mehr als 50 von Hundert der bei Höchstbelegung der jeweiligen Sportstätte zugelassen Zuschauer, insgesamt jedoch höchstens 25 000 Zuschauern, der Zutritt gewährt werden darf,

    2) erkennbar alkoholisierten Personen wird der Zutritt zur Sportstätte verwehrt,

    3) zur Einhaltung des Abstandsgebotes sind zusätzliche örtliche Vorkehrungen, insbesondere eine Entzerrung der Zuschauerströme oder eine Segmentierung bei Ein- und Auslass zu treffen,

    4) die Zuschauer haben auf den Verkehrs- und Gemeinschaftsflächen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und

    5) die Kontaktnachverfolgung ist über die Personalisierung von Tickets zu gewährleisten; sofern nummerierte Sitzplätze genutzt werden, ist zusätzlich die Sitzplatznummer zu erfassen.

     

    Testpflicht (10 Tage < 35)

    Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz einen Wert von 35 an zehn aufeinanderfolgenden Tagen, kann ab dem darauffolgenden Tag durch Rechtsverordnung von der Testpflicht bei den folgenden Veranstaltungen, Einrichtungen und Angeboten abgewichen werden:

    1) außerschulische Bildungsangebote und Angebote von öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen sowie vergleichbarer Einrichtungen nach

    2) Soziokulturelle Zentren, Bürgerhäuser, Seniorenbegegnungsstätten und -treffpunkte und Angebote der Mehrgenerationenhäuser nach

    3) Kultureinrichtungen, Spielhallen und Spielbanken, Wettannahmestellen,

    4) Tierhäuser und andere Gebäude in Tierparks, zoologischen und botanischen Gärten sowie ähnlichen Freizeitangeboten, Indoor-Spielplätze, Saunen und Dampfbäder

    5) Stadt- und Naturführungen

    6) geschlossene Räume von Gaststätten im Sinne des Gaststättengesetzes des Landes Sachsen-Anhalt und Einrichtungen der Hochschulgastronomie der Studentenwerke Sachsen-Anhalt nach

    7) Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen - also etwa in Fitnessstudios, beim Fußballtraining oder im Schwimmbad. Freibäder ausgenommen.

     

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