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Jérôme Boateng

Ermittlungen gegen Boateng wieder aufgenommen

Nach Tod seiner Ex-Freundin Kasia Lenhardt
Donnerstag, 25. Februar 2021

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Kasia Lenhardt
15.11.2018, Berlin: Kasia Lenhardt beim "Monaco Baby! Goes 030 Bunte Capsule Collection Launch" im KaDeWe. (Version mit geändertem Bildausschnitt / zu dpa "Model Kasia Lenhardt ist gestorben")

Gegen Boateng wird erneut wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt. Am 9. Februar wurde seine Ex-Freundin Kasia Lenhardt (25) tot in einer Wohnung in Berlin aufgefunden. Laut Obduktion gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Nur wenige Tage vorher wurde die Trennung des Paares bekannt, das etwa ein Jahr liiert war. Kasia Lenhardt hinterlässt ihren 6-jährigen Sohn Noan. 

Schwere Anschuldigungen im Interview

Nachdem Boateng in einem "Bild"-Interview schwere Anschuldigungen gegen das Model öffentlich gemacht hatte und ihr Erpressung und Alkoholabhängigkeit vorwarf, wurde Kasia Opfer einer öffentlichen Hetzjagd. Sie musste Beleidigungen in den sozialen Medien über sich ergehen lassen und es wird vermutet, dass sie sich aufgrund einer Verschwiegenheitserklärung nicht zu den Vowürfen äußern konnte. 

Ermittlungen wegen vorsätzlicher Körperverletzung gehen weiter

Nun wurde bekannt, dass ein Ermittlungsverfahren gegen Boateng erneut aufgenommen wurde. Es geht dabei um ein Verfahren der vorsätzlichen Körperverletzung, die am 3. Oktober 2019 stattgefunden haben soll. Im Juni 2020 wurde das Verfahren vorläufig eingestellt, weil sich Kasia Lenhardt laut Staatsanwaltschaft nicht mehr zu den Vorwürfen äußern wollte. Nun wurde das Verfahren wieder aufgenommen, "weil uns im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens in Berlin neue Erkenntnisse erreicht haben, die Hinweise auf eine mögliche Fortführung des Verfahrens geben könnten". Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. 

"Bild"-Interview war laut Rechtsanwalt rechtswidrig

Der Berliner Rechtsanwalt Christian Schertz hält das besagte "Bild"-Interview für einen "Tabubruch" und "rechtswidrig". "Bild" "ermöglicht es einem Super-Promi, völlig einseitig intimste Details aus dem Privatleben einer anderen Person offenzulegen. Hinzu tritt ja, dass überhaupt nicht feststeht, ob seine Vorwürfe zutreffend waren".