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Für Katastrophenfall gerüstet

Stendal mit neuer Zentrale
Dienstag, 25. Februar 2020

Der Katastrophenschutzstab Stendal hat nun eine Kommandozentrale. Nach drei Monaten Umbauzeit haben die Handwerker am Montag, 24. Februar 2020 den Raum an die Stabsmitglieder übergeben. In dem befinden sich u.a. Whiteboards, Beamer und Fernseher. Von hier aus koordinieren etwa THW, DRK oder auch die Feuerwehr Einsätze in Katastrophenfällen, bspw. bei Hochwasser oder einem Waldbrand. Der letzte Katastrophenfall im Landkreis Stendal liegt sieben Jahre zurück. 2013 führte die Hochwasserlage zum K-Fall.

Die Einweihung des Stabsraumes brachte politische, administrative und operativ-taktische Gesamtverantwortliche in Stendal zusammen. Die Kommandozentrale für Führungs-und Stabsarbeit im Katastrophenschutz des Landkreises Stendal ist im vierten Obergeschoss, Haus A in der Wendstraße 30, Stendal zu finden. Die Integrierte Leitstelle und das Ordnungsamt Brand –und Katstrophenschutz sind ebenfalls dort ansässig.

Das Gesamtkonzept umfasst neben Stabsraum inklusive Fernmeldestelle auch einen einen Schulungsraum, eine Küche und Lagerplatz.

 

Details

25 Sitz-und Arbeitsplätze sind im neuen Stabsraum für den Dienst des Krisenstabs mit moderner, technischer Ausstattung eingerichtet: acht Computer, drei Whiteboards, zwei Beamer, ein Multifunktionsdrucker, ein Fernsehgerät. In der Fernmeldebetriebsstelle der Kommandozentrale sind drei Funkarbeitsplätze eingerichtet worden. Vier Tetra Endgeräte für BOS-Funk (Behörden-und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) können genutzt werden. Visualisierungen der eingesetzten Kräfte und Mittel werden über einen neuenUltrakurzbeamer dargestellt.

192 000 Euro Eigenmittel investierte der Landkreis Stendal in den Bau und in die technische Ausstattung. Die am Bau beteiligten Firmen begannen im November 2019 mit den Arbeiten. Im Februar 2020 übernahm der Landkreis den fertigen Raum.

Bislang tagte der Katastrophenschutzstab in verschiedenen Beratungsräumen, eine Kommandozentrale gab es nicht. Im neuen Stabsraumwerden im Ernstfall die Entscheider sämtlicher Hilfsorganisationen zusammengezogen, um schnell und koordiniert „vor die Lage zu kommen“ Die Stabsmitglieder üben zukünftig in dem neuen Stabsraum, erlernen den Umgang mit der Technik, trainieren nahe an der Realität. Ein Schulungsraum ergänzt das Konzept, er ist für interne Veranstaltungen und Ausbildungsmaßnahmen vorgesehen. Zusätzlich dient der Raum im Notfall als Arbeitsplatzerweiterung der Integrierten Leitstelle Altmark (ILS). Derzeit sind 200 Mitarbeiter des Landkreises zur Stabsarbeit berufen, 80 Weitere werden 2020 ausgebildet.

Während der Einweihung und Vorführung des Raumes nahmen die führenden Stabsmitglieder des Katastrophenschutzstabes die vorgesehenen Plätze ein. Mittels der Darstellung einer Großschadenslage machten sich die Gäste ein Bild davon, wie Technik und Mittel eingesetzt werden. Der Leiter des Katastrophenschutzstabes im Landkreis Stendal, Sebastian Stoll, formulierte für Pressevertreter und Gäste aus, wie der Krisenstab arbeitet und wer welche Aufgaben übernimmt.