Internationaler Linkshändertag

Fakten und Kurioses
Dienstag, 13. August 2019

Caesar, Michelangelo, Marilyn Monroe, Jimi Hendrix oder Queen Elizabeth II. haben alle eines gemeinsam: Sie sind/waren Linkshänder!

Zum Tag der Linkshänder haben wir Euch mal interessante und teilweise kuriose Fakten zusammengestellt:

  •  Linkshänder sind eine Minderheit. In Deutschland soll es zwischen zehn und 15 Prozent geben.
  • Die meisten Gehäuseschnecken haben ein rechtsdrehendes Haus auf dem Rücken. Je nach Art kommt eine linksdrehende Schnecke auf 10.000 bis 1.000.000 rechtsdrehende. Die Linksdreher bleiben vermutlich auch deshalb so selten, weil die Paarung mit rechtsdrehenden Artgenossen anatomisch kompliziert ist.
  • Fünf US-Präsidenten seit 1974 waren bzw. sind Linkshänder: Gerald Ford, Ronald Reagan, George Bush senior, Bill Clinton und Barack Obama. Obamas letzter Gegner John McCain ist ebenfalls einer.
  • Die meisten Schlingpflanzen sind Linkswinder, wickeln sich also von oben aus gesehen gegen den Uhrzeigersinn um einen Ast.
  • In Europa falten drei Viertel aller Menschen ihre Hände so, dass der linke Daumen oben liegt.
  • Die meisten Menschen sind Rechtsfüßer. Das heißt, sie laufen mit Linksdrall, weil sie sich mit dem kräftigeren, rechten Fuß stärker abstoßen. In Sportstadien wird deshalb meistens gegen den Uhrzeigersinn gelaufen.
  • Schauspieler, die unbemerkt die Bühne betreten wollen, kommen meist von rechts. Dingen in unserem linken Blickfeld wenden wir mehr Aufmerksamkeit zu.
  • Das Gehirn von Linkshändern ist entgegen einer weit verbreiteten Annahme nicht spiegelbildlich aufgebaut.
  • Der Anteil der Menschen, die Probleme haben, zwischen links und rechts zu unterscheiden, liegt zwischen 20 und 30 Prozent.
  • Diego Maradonas „Hand Gottes“, mit der er 1986 sein legendäres Tor gegen England erzielte, war seine linke. Der Fußballer ist Rechtshänder.
  • Der Gangster Billy the Kid galt lange als Linkshänder, weil nur ein spiegelverkehrtes Foto von ihm existierte.
  • Portemonnaies haben, wenn man sie aufklappt, das Kleingeldfach rechts. Rechtshänder können dann die Geldbörse mit links halten und mit der motorisch versierteren Rechten die Münzen sortieren.
  • Burger King warb 1998 mit der Einführung eines um 180 Grad gedrehten Burgers speziell für Linkshänder. Die Anzeige erschien am 1. April, was etliche Kunden nicht davon abhielt, diesen Burger zu bestellen, beziehungsweise auf dem für Rechtshänder zu bestehen.
  • Wendeltreppen in Burgen winden sich meist rechtsherum. Das hat Vorteile bei der Verteidigung, weil der von oben kommende Ritter mehr Platz zum Ausholen mit dem Schwert hat.
  • Im Englischen ist jemand, der sturzbetrunken ist, umgangssprachlich „completely left-handed“.
  • Linkshänder sind auf der Computertastatur oft schneller als Rechtshänder. Wieso? Die Buchstaben A, E, R, S und T werden am häufigsten benutzt – und liegen auf der Tastatur alle links.
  • In Ghana können Linkshänder nicht zum König gekrönt werden, da dort die linke Hand als unrein gilt.
  • Bis in die Siebzigerjahre hinein wurden Linkshänder gezwungen, trotz ihrer natürlichen Veranlagung, mit der rechten Hand zu schreiben. Dies hatte schwerwiegende Folgen: Die Umschulung gipfelte im schlimmsten Fall in Sprach- und Gedächtnisstörungen, Konzentrations- und Orientierungsschwierigkeiten oder Problemen beim Lesen und Schreiben. Denn: Durch die Umpolung wird das Gehirn verändert, es muss sozusagen umdenken. Heute darf zumindest hierzulande jeder schreiben, wie er will.

Warum dreht man Klamotten auf links?

Wenn wir unser T-Shirt falsch herum anhaben,  dann sagt man auch, man hat das T-Shirt links herum an? Woher kommt das?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten, jedoch keine eindeutig nachgewiesene Erklärung:

Möglichkeit 1: Das wir etwas links herum anhaben könnte davon kommen, dass früher viele Sachen gestrickt waren. Beim Stricken gibt es immer rechte und linke Maschen. Die äußere oder schönere Seite ist die rechte Seite. Wenn wir nun die innere Seite nach außen drehen, ziehen wir es auf links.

Möglichkeit 2: Die viel ältere Form ist das Weben. Hier gibt es eine Webart, bei der unterschiedlich viele Fäden unter- oder überfahren werden. Bei jedem Schuss wird diese Grenze zwischen oben und unten nach rechts verschoben. Damit ist das "rechte Warenbild" die Seite, bei der der Weber nach rechts gearbeitet hat. Die andere Seite wird dann folgerichtig als linke Seite bezeichnet. Das rechte Warenbild wiederum ist die schönere Webseite, auf der das gewünschte Farbmuster am besten zu sehen ist.

Möglichkteit 3: Eine weitere mögliche Erklärung geht auf die Wortbedeutung von rechts und links zurück. Rechts hat zusätzlich die Bedeutung richtig, so sind wir z.B. auf dem rechten Weg. Links hingegen bedeutet zusätzlich auch falsch im Sinne von linker Typ oder jemand hat mich gelinkt. Haben wir das T-Shirt nun falsch herum an, tragen wir es linksrum.

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