Warum sind Taschentücher quadratisch?

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Freitag, 26. Februar 2021

Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass Taschentücher fast immer quadratisch sind? Es gibt sie aus Papier oder aus Stoff und man kann sie auf viele verschiedene Arten falten. Wenn man aber ein Taschentuch auseinanderfaltet, ist es fast immer quadratisch. Das war aber nicht immer so.

Taschentücher als Statussymbol

Verantwortlich dafür ist die französische Königin Marie-Antionette. Früher wurden Taschentücher nämlich nicht zum Naseputzen genutzt, denn das erledigte damals der Jackenärmel oder die Tischdecke. Taschentücher wurden aus teurem Stoff hergestellt und waren daher ein Statussymbol und ein modisches Accsessoire. An den Königshöfen entwickelte sich eine regelrechte Taschentuchsprache – so bedeutete das Winken mit dem Taschentuch zum Abschied „Ich werde dir treu bleiben“ und ein aus dem Fenster hängendes Taschentuch hieß „Vorsicht, ich werde überwacht“.

Einheitliche Form auf Wunsch von Marie-Antionette

Die Taschentücher waren rund, rechteckig oder auch dreieckig und genau das missfiel offensichtlich besagter Königin Marie-Antionette. Sie drängte ihren Mann König Ludwig den 14. zu einem Erlass, der besagte, dass die Taschentücher quadratisch zu sein hatten. Das Ende vom Lied – die beiden wurden während der französischen Revolution hingerichtet, das quadratische Taschentuchmaß blieb aber erhalten und deshalb putzen wir uns mit quadratischen Tüchern die Nase. 

 

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