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Wer oder was sind die Eisheiligen?

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Dienstag, 11. Mai 2021

Die historischen Eisheiligen

Die Eisheiligen sind fünf Heilige der katholischen Kirche, die Bischöfe waren oder als Märtyrer für ihren Glauben gestorben sind. Sie lebten im 3. bis 5. Jahrhundert. Ihre Namen waren Mamertus (Namenstag am 11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und Sophia (15. Mai).   

Das Wetterphänomen 

Aus Wettersicht sind die Eisheiligen ein kurzer Temperatureinbruch, bei dem kalte Polarluft aus dem Norden nach Mitteleuropa einströmt. Meteorologisch betrachtet hängt dieses Phänomen damit zusammen, dass sich das europäische Festland im Mai schnell erwärmt, während das Meer oft noch kalt bleibt: Es entstehen Tiefdruckgebiete. Die Luftmassen verschieben sich und die warmen Luftströmungen des Festlands ziehen nach Norden. Dadurch werden wiederum eiskalte Strömungen auf das Festland gedrückt. Die Kaltfront kommt aus Skandinavien und hat ihren Ursprung oft in der Polarluft. Teilweise ist nachts noch mal Bodenfrost möglich.

Deshalb sind die Eisheiligen für alle Hobbygärtner rot im Kalender markiert. Für Landwirte können die Eisheiligen Ernteausfälle bedeuten (z.B. für Winzer). Deshalb gilt: Die Garten- und Balkonsaison beginnt in der Regel erst nach den Eisheiligen.

Der Name "Eisheilige" fr das wetterphänomen geht auf historische Berichte von Bauern zurück, die festgestellt hatten, dass an den Namenstagen dieser Heiligen oft ein Kälteeinbruch mit Nachtfrösten passierte.

Stimmt das denn mit den Eisheiligen?

Die Eisheiligen sind in diesem Jahr deutschlandweit etwa zwischen dem 11. bis 15. Mai. Das ändert sich jedes Jahr und eigentlich müssten die Eisheiligen nach hinten verlegt werden. Denn vor der Kalenderreform des Papstes Gregor XIII. aus dem Jahr 1582 galt der Julianische Kalender. Der war nicht genau genug und wich am Ende um 10 Tage von der tatsächlichen Zeitrechnung ab. Seitdem leben wir mit dem Gregorianischen Kalender. Die Eisheiligen im vergangenen Jahr legten eine Punktlandung hin. Am 11. Mai traf eine Kaltfront auf Deutschland, Österreich und die Schweiz und die Temperaturen gingen deutlich nach unten, auch im weiteren Verlauf der Woche blieb es sehr kühl und nass.

Wegen der globalen Erderwärmung müssten die Eisheiligen heute eigentlich grundsätzlich früher im Jahr stattfinden. 

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